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Großes Interesse bei der Vorstellung des Integrationskonzepts „Zuhause in Mössingen“


Am Dienstag, 28. Januar 2020 wurde das im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung und vielen Beteiligten erarbeitete Integrationskonzept „Zuhause in Mössingen“ vorgestellt. Das Interesse war überwältigend, der Bürgersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
 
„Es freut mich, dass sich so viele die Zeit nehmen, die Ergebnisse des Arbeitsprozesses zum Thema Integration kennenzulernen“, so Bulander bei seiner Begrüßung. Gleichzeitig bedankte er sich herzlich bei allen, insbesondere Boris Kühn und seinem Team und den vielen Ehrenamtlichen, die zum Gelingen des Integrationskonzepts beigetragen haben.
 
Sicher habe sich mancher die Frage gestellt: Warum braucht es  ein Konzept für die Integration? Ganz einfach: Weil es bei Themen, bei denen viele Akteure involviert sind, sinnvoll ist, sich zu verständigen. Zu schauen, was es an Bedarfen und Angeboten, an Gelingendem und an Problemen gebe. Und daraus dann gemeinsam Ziele entwickeln, an einem Strang ziehen und übergreifend, themenorientiert zusammenzuarbeiten. Ein Beispiel aus dem Integrationskonzept für diese Herangehensweise ist das Projekt „Raumteiler“. Hier geht es darum, private Wohnungen, vor allem auch bisher leerstehen, zu akquirieren um wohnungslosen Menschen aus den Unterkünften zu bringen. Dazu wird ein Projekt-Team aus den Bereichen Gebäudemanagement, Integration und Öffentlichkeit zusammenarbeiten. „Von dieser Arbeit sollen untergebrachte Menschen profitieren und die Chance auf eine eigene Wohnung bekommen“, so Bulander.
 
Zu Beginn der Veranstaltung führte Boris Kühn, der städtische Integrationsbeauftragte ein kurzweiliges Interview mit Oula Mahfouz darüber, was für sie Heimat bedeutet. Den Begriff Heimat gebe es in der arabischen Sprache nicht, da heiße es die Nation. Für sie sei Tübingen, Ofterdingen und Mössingen ihre zweite Heimat. „Um sich zuhause zu fühlen ist es wichtig, die Sprache zu lernen und es brauche Akzeptanz, Toleranz und Respekt von beiden Seiten“, meint Oula Mahfouz.
 
Als Gastredner gab Prof. Reinhard Johler von der Universität Tübingen einen Impulsvortrag zum Thema „Heimat“ im Wandel. Mit fünf Thesen zeigte er die Wandlung des Begriffs Heimat und, dass der Begriff Heimat für jeden eine andere Bedeutung hat. Für den einen ist die Heimat der Ort wo man wohnt. Es gebe aber auch die mobile Heimat und es sei möglich, viele Heimaten zu haben, das schließe sich nicht aus, so Prof. Johler. Zuhause sein bedeutet auch: Ich gehöre dazu.
 
Nach einem Einblick und Überblick von Boris Kühn über das Konzept und wie es weitergeht informierten und diskutierten die Gäste an den Stellwänden über die Themenbereiche des Integrationskonzepts: Bildung, Wohnen, Arbeit und Begegnung. Zwischendurch sorgte die Gruppe „DieVagari“ mit Folkmusik aus aller Welt für schwungvolle Stimmung.

Integrationskonzept

Weitere Informationen gibt es unter www.moessingen.de/integrationskonzept
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