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Firstwald-Schüler besuchen den Oberbürgermeister im Rathaus


Am Freitag, 06.12.2019 begrüßte Oberbürgermeister Michael Bulander die Klasse 8 des evangelischen Firstwaldgymnasiums im Rathaus. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Matthias Förtsch haben sie bereits viel über das Thema „Demokratie und Wahlen“ im Unterricht gelernt. Ein Rathausbesuch, um die Stadtverwaltung noch näher kennenzulernen, darf da natürlich nicht fehlen.

Nach dem herzlichen Empfang durch den Oberbürgermeister ging es weiter in das Standesamt. Dort wartete Standesbeamter Thomas Schneemann, Sachgebietsleiter des Bürgerservices, auf die Schüler. Die Klasse durfte auf den Stühlen des Trauzimmers Platz nehmen und ließen sich anschließend die Aufgabenbereiche des Bürgerservices erklären. So erfuhren die Schüler, dass der Bürgerservice die erste Anlaufstelle der Bürger ist. Hier können schon die meisten Fragen und Anliegen geklärt werden.

Anschließend fragte Bulander: „Und wer will heiraten?“ Lavinia und Clara standen sofort auf und nahmen auf den Stühlen des Brautpaars Platz. „Darf ich euch beide überhaupt trauen?“, fragte Schneemann. „Nein, heiraten darf man erst ab 18“, erwiderten die Schüler. Nick interessierte, ob man sooft heiraten darf wie man möchte oder ob es eine bestimmte Grenze gibt. „Eine Grenze gibt es nicht“, so Schneemann. „Es gab einmal einen Bräutigam, der vor seiner Trauung bereits fünfmal verheiratet war“, fügte er schmunzelnd hinzu. Die Schüler und Schülerinnen waren erstaunt.

Spannend weiter ging es in das Archiv – das Gehirn der Stadt. Archivar David Bauer empfing die Schüler und erklärte kurz seine Tätigkeit. Nach einem Rundgang durch die klimatisierten Kellerräume, versammelte sich die Klasse um das „Band der Inventuren und Teilungen“, ein Buch aus dem Jahr 1792. Hier wurde das Vermögen einer verstorbenen Person genauestens festgehalten, so z.B. die genaue Anzahl an Strümpfen und Herrenhemden, um vor allem familiäre Streitigkeiten zu vermeiden.

Nachdem die Schüler bei herrlichem Sonnenschein und klarem Himmel den weiten Blick auf der Dachterrasse über die Stadt Mössingen genießen konnten, ging es weiter in den Bürgersaal. Dort wurde auf den Stühlen des Gemeindesrats Platz genommen. Nach interessanten Informationen über die Tätigkeiten des Gemeinderats, war nun Zeit für die Frage-Antwort-Stunde. Die Schüler nutzten die einmalige Möglichkeit und stellten dem Oberbürgermeister jede Menge Fragen. So interessierte Clara, warum denn so wenige Frauen das Amt des Bürgermeisters ausüben. Michael Bulander erklärte, dass dieser Beruf früher hauptsächlich eine reine Männerdomäne war, aber dies sich im Laufe der Zeit fortschreitend ändert. So sind etwa 13% der Bürgermeisterämter in Baden-Württemberg von Frauen besetzt.   

Abschließend motivierte Oberbürgermeister Michael Bulander die Schüler, doch einmal zu einer Sitzung der Jugendvertretung oder auch des Gemeindesrats zu kommen, um dort zuzuhören.

Im  Anschluss bedankte sich Matthias Förtsch für die Frage-Antwort-Stunde und die Zeit des Oberbürgermeisters. Mit einem USB- Stick und interessanten Eindrücken machte sich die Klasse 8 des Firstwald-Gymnasium wieder auf den Rückweg in Richtung  Firstwald-Gymnasium.
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