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Apfelgespinstmotte, was tun?


Die Apfelgespinstmotte verpuppt sich – ist eine Bekämpfung aktuell noch möglich?


An vielen Apfelbäumen sind in den letzten Wochen Gespinste sichtbar geworden. Ursache ist meist die Raupe der Apfelgespinstmotte. Bei dieser steht nach Blattfraß und Gespinstbildung nun die Verpuppung an. Die Apfelgespinstmotte gehört zu den Nachtfaltern. Bis Ende Juli / Anfang August werden die Kleinschmetterlinge aus den Kokons schlüpfen. Die Gespinstmotten sind tagsüber inaktiv, die Flugphase beginnt in der Dämmerung und endet, wenn es dunkel wird.

Wie kann der Befall jetzt noch reduziert werden?


Jede Maßnahme, die durchgeführt wird, reduziert die Population der Gespinstmotte.
Gespinste, die Kokons enthalten, sollten zerstört und entsorgt werden.
 
Dennoch wird eine Vielzahl der Motten überleben. Deshalb sollten nützliche Gegenspieler unterstützt werden. Die Schlupfwespe - bisher ein verlässlicher Partner bei der Parasitierung von Larven - tut sich zur Zeit etwas schwer. Mehr Erfolg kann man sich durch das Aufhängen von Vogelkästen erhoffen. Die zweite Brut hat gerade begonnen und die Vogeleltern finden die Motten auch in deren Tagesverstecken. Die erfolgreichsten Jäger sind jedoch Fledermäuse. Alte Bäume mit entsprechenden Höhlen oder spezielle Fledermauskästen können das Fledermausvorkommen während des Sommers in den Streuobstwiesen erhöhen.
Wer dieses Jahr noch verschont wurde, sollte sich allerdings für das kommende Jahr vorbereiten. Die Gespinstmotten werden nach Ihrem Hochzeitsflug im August Eier auf den Apfelbäumen ablegen. Wie darauf reagiert werden kann, ist auf einem Merkblatt des Landratsamtes nachzulesen.
 
www.kreis-tuebingen.de – Suchbegriff: Apfelgespinstmotte

Apfelgespinstmotte - Foto Landkreis Tübingen
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